Der oder das Blog? Wie viele Blogs gibt es eigentlich auf der Welt? Und warum behaupten so viele Menschen, nie Blogs zu lesen – obwohl sie es fast täglich tun? Ich blogge seit dem 1. August 2005. Über 1.200 Blogartikel später kann ich dir sagen: Es ranken sich viele Mythen und Halbwahrheiten rund ums Bloggen. Höchste Zeit für eine wilde Fakten-Sammlung rund um Blogs! Hier habe ich fast 200 Fakten zusammengetragen – manche kurios, manche überraschend, manche direkt aus meiner eigenen Blog-Praxis. Kleiner Hinweis: Ein paar der Statistiken und Zahlen schwanken je nach Quelle – die habe ich, wo möglich, verlinkt. Klick dich gern durch die Quellen und mach dir dein eigenes Bild. Und jetzt: Viel Spaß mit den Fun Facts rund um das Bloggen:
Herkunft & Geschichte von Blogs – wie alles begann
- Als erster Blog der Welt gilt die Website Links.net – 1994 vom Studenten Justin Hall gestartet. Die New York Times nannte ihn später den „founding father of personal bloggers“.
- Justin Hall hat jeden seiner tausenden Blogartikel von Hand auf seinen Blog eingefügt – ganz ohne Content-Management-System. Da wird man ja demütig!
- Die allererste Website der Welt (von Tim Berners-Lee, online am 20.12.1990) war KEIN Blog – nur eine Anleitung fürs WWW. Quelle: CERN.
- Das Wort „Weblog“ hat Jorn Barger am 17. Dezember 1997 erfunden – für sein „Loggen des Webs“ beim Surfen.
- Die Kurzform „Blog“ entstand 1999 aus einem Wortwitz: Peter Merholz zerlegte „weblog“ in „we blog“ in der Seitenleiste seines Blogs. Ein Wortspiel ganz nach meinem Geschmack!
- Das Verb „to blog“ und das Wort „Blogger“ wurden durch Evan Williams und die Firma Pyra Labs populär. Im August 1999 startete Pyra Labs das kostenlose Angebot namens “Blogger”. Evan Williams sollte später Mitbegründer von Twitter werden.
- Das „Log“ in Weblog kommt vom Schiffs-Logbuch – der Aufzeichnung von Kurs und Geschwindigkeit an geknoteten Seilen (daher übrigens auch die „Knoten“ als Geschwindigkeit). Quelle.
- Die erste echte, integrierte Kommentarfunktion für Online-Tagebücher wurde am 20. Oktober 1998 auf der Plattform OpenDiary erfunden. Diese Kommentarfunktion machte den Blog zum Dialog – und unterscheidet ihn bis heute von einer klassischen Website.
- Anfang 1999 waren gerade einmal 23 Blogs im Netz gelistet. Das ist eine Schätzung – aber was für eine schöne kleine Zahl! 2006 waren es dann schon rund 50 Millionen Blogs (Schätzung).
- Die ersten gehosteten Blog-Baukästen kamen fast gleichzeitig: Open Diary (Oktober 1998), LiveJournal und Blogger (beide 1999).
- Die heute selbstverständliche Funktion, dass jeder einzelne Blogartikel einen eigenen Link (= “Permalink”) hat und separat aufgerufen werden kann, wurde im März 2000 erfunden. Der Permalink machte gezieltes Verlinken einzelner Beiträge überhaupt erst möglich.
- Google kaufte die Blogger-Plattform (Pyra Labs) schon 2003. Ich habe 2005 meinen Blog ebenfalls bei Blogger.com gestartet.
- WordPress ging 2003 an den Start – und wurde 2006, ein Jahr nach meinem Blogstart, mein digitales Zuhause.
- Movable Type (2001), WordPress (2003) und Tumblr (2007) machten das Bloggen so richtig massentauglich. Endlich musste man nicht mehr programmieren können, um einen Blog zu starten!
- Merriam-Webster kürte „blog“ 2004 zum Wort des Jahres.
- Einer der ältesten noch laufenden Blogs ist „Scripting News“ von Dave Winer – online seit 1997.
- „Dooced“ wurde zum geflügelten Wort fürs Gefeuert-werden-wegen-Bloggens – nach dem Blog „Dooce“ von Heather Armstrong (2002).
- 2008 kam Facebook nach Deutschland – viele Blogger aus meinem Umfeld wechselten zu Social Media, so nach dem Motto: “Ich blogge jetzt auf Facebook weiter”. Die Folge: All diese Blogs sind eingeschlafen.
- LiveJournal (1999) verband Bloggen früh mit sozialem Netzwerk – Freundeslisten inklusive.
- Technorati war Anfang der 2000er die wichtigste Suchmaschine, die Blogs zählte und rankte.
- Boing Boing und Engadget gehörten zu den ersten Blogs, die richtig groß und professionell wurden.
Wort & Sprache – Blog, Bloggen, Blogosphäre
- Heißt es der oder das Blog? Der Duden sagt: beides ist richtig. (Ich sage übrigens „der Blog“.)
- Auch bei „Weblog“ sind beide Artikel erlaubt – der und das. Quelle: korrekturen.de.
- „Blog“ und „bloggen“ stehen seit 2006 im Duden.
- „Der Blog“ verdrängt zunehmend „das Blog“ – auch weil es fast wie „der Block“ klingt. Quelle.
- Kaum jemand erkennt im kurzen „Blog“ noch das „Log“ aus „Weblog“ wieder.
- Die Blogosphäre ist die Gesamtheit aller Blogs und ihrer Vernetzung.
- Der Begriff „Blogosphäre“ tauchte 1999 als Scherz auf und wurde 2002 populär.
- Ein Blog ist die Gesamtheit aller Blogartikel auf einer Website. Und trotzdem sagen viele: “Ich habe gestern deinen neuesten Blog gelesen zum Thema XY.” Eigentlich meinen sie nicht “Blog”, sondern “Blogartikel.
- Früher hatten viele Blogger eine “Blogroll” in der rechten Seitenleiste: eine Linkliste zu Blogs, die man selbst gern liest oder die thematisch gut zum eigenen Blog passen.
- Früher gab es noch den sog. “Pagerank” von Google: eine Zahl zwischen 0 und 10, die die Link-Popularität und die strukturelle Wichtigkeit einer Website angegeben hat. Ach, habe ich mich damals gefreut, als mein Pagerank auf 5 gestiegen ist! Der Pagerank ist seit 2016 nicht mehr öffentlicht sichtbar.
- Es gibt verschiedene Arten von Blogs: Vlog = Video-Blog, Moblog = mobil geschrieben, Photoblog = Bilder-Blog, Splog = Spam-Blog – eine reine Suchmaschinen-Müllhalde. Diese Begriffe nutzt heute kaum noch jemand.
- Ein Watchblog beobachtet kritisch ein Medium oder Unternehmen.
- Ein Corporate Blog ist ein Firmen-Blog, bei dem die Mitarbeiter schreiben. Mittlerweile haben sich viele Corporate-Blogger in Richtung LinkedIn verschoben.
- Es gibt so viele verschiedene Arten von Blogs: Nischenblog (befassen sich nur mit einem eng gefassten Thema, wie z. B. vegane Ernährung, ETFs oder Handlettering), Aktionsblog (zeitlich befristet, z. B. Danielle Bergs Blog rund um ihre “Brustkrebs-Reise”), Gemeinschaftsblog, Expertenblog. Quelle.
- „Blogartikel“ und „Blogpost“ sind dasselbe – einmal deutsch, einmal englisch.
- „Bloggen“ ist im Deutschen ein schwaches Verb: ich blogge, du bloggst, gebloggt.
Technik & Plattformen – WordPress regiert
- WordPress ist das meistgenutzte Content-Management-System (CMS) der Welt: rund 43 % aller Websites laufen damit.
- Unter allen Websites mit CMS hat WordPress über 61 % Marktanteil – mehr als alle anderen Systeme zusammen.
- Die nächsten Verfolger sind winzig: Shopify 4,8 %, Wix 3,7 %, Squarespace 2,3 %, Joomla 1,5 %, Drupal 0,8 %.
- WordPress ist kostenlos und Open Source – gebaut von einer weltweiten Community.
- Auf WordPress erscheinen rund 70 Millionen neue Beiträge – pro Monat.
- RSS („Really Simple Syndication“), die Technik zum Abonnieren von Blogs, wurde maßgeblich von Dave Winer entwickelt. Als Google seinen RSS-Reader zum 1. Juli 2013 eingestellt hat, war das ein gefühlter Todesstoß für die Blogosphäre. Wir haben uns damals alle kreuz und quer abonniert und Google hatte (finde ich) einfach den einfachsten und besten Feed-Reader.
- Der erste Podcast-Feed entstand technisch aus dem Blog-RSS – ein Podcast ist im Grunde ein Blog mit Audio. Quelle.
- Tumblr hostet mit die meisten Blogs weltweit (geschätzt hunderte Millionen). Quelle. Aber: Tumblr ist eher eine Microblogging-Plattform, viele Beiträge enthalten oft nur Bilder und wenig Text. Zudem ist Tumblr ein Hybrid aus Blog und Social Media.
- Woher wissen Blogger eigentlich, wo sie verlinkt wurden? Die Antwort: Trackbacks und Pingbacks – eine großartige Erfindung aus dem Jahr 2002! Während der Trackback noch manuell und unständlich war, hat der Pingback (erfunden im September 2002) vollautomatisch funktioniert: Er hat unter dem verlinkten Blogartikel einen Kommentar hinterlassen mit dem Link zur Website, auf der er verlinkt wurde. Das war ein Meilenstein!
- Ein Blog ist umgekehrt chronologisch sortiert: der neueste Beitrag steht oben. Das ist das Herzstück jedes Blogs. So sieht man immer sofort die neuesten Einträge! Diese umgekehrt chronologische Sortierung (neuestes oben) hat sich Social Media vom Blog abgeschaut.
- Ein Blog ist das Gegenteil eines Buches: Beim Buch kommt der neue Inhalt nach hinten (von alt nach neu), beim Blog nach vorne (von neu nach alt). Quelle.
- Ein selbstgehosteter Blog kostet nur ca. 5 bis 10 Euro pro Monat. Für dein eigenes digitales Zuhause ist das ein echtes Schnäppchen!
- Ein Blog braucht ein Content Management System (CMS): das erledigt Kategorien, RSS-Feed, Archiv und Suchfunktion ganz automatisch. Mehr dazu.
Zahlen & Statistik – die große Blog-Rechnung
- Weltweit gibt es über 600 Millionen Blogs (Schätzung).
- Bei rund 1,9 Milliarden Websites ist damit fast jede dritte Website ein Blog – ca. 31,6 % (Schätzung).
- Jeden Tag erscheinen geschätzt 6 bis 7,5 Millionen neue Blogartikel. Das sind über 2,7 Milliarden neue Artikel pro Jahr (Schätzung).
- Die durchschnittliche Lesezeit eines Blogartikels liegt bei ca. 96 Sekunden. Im Vergleich dazu: Ein Reel bei Instagram wird nur ca. 3 Sekunden lang angeschaut.
- Top-platzierte Blogartikel bei Google sind im Schnitt etwa 1.400 bis 1.450 Wörter lang. Das heißt aber nicht, dass du jetzt Blogartikel mit genau 1400 Wörtern schreiben musst, um gut zu ranken.
- Meine Faustregel für Längen: 400 bis 600 Wörter für eine Einzelfrage, 700 bis 1.500 für einen Fachartikel, ab 2.000 bis 3.000 für einen Cornerstone. Ausführlich hier.
- Rund 99 % aller Blogs sind Ein-Personen-Projekte (meine Schätzung aus vielen Jahren Blog-Coaching).
- Zeichenbegrenzungen im Vergleich: X/Twitter 280, Instagram 2.200, Facebook über 63.000 – ein Blog hat gar keine Zeichenbegrenzung. Quelle.
- Es gibt Blogs für praktisch jedes Nischenthema – von Beton-Fans bis zu Menschen, die Fotos von Katzen sammeln. Der Food-Blog ist die umsatzstärkste Nische. Quelle.
- „How-to“-Anleitungen sind das häufigste Blogformat – rund drei Viertel aller Blogger schreiben sie. Ich natürlich auch!
- Mein längster Artikel („Blog erstellen„) hat 7.435 Wörter – allein die Inhaltsangabe hat 316 Wörter. Ex-plo-diert vor Inhalt! 😄
- Ich habe aktuell 34 Blogartikel mit über 3.000 Wörtern.
- Meine Cornerstones haben teilweise über 5.000 Wörter. Die sind echtes SEO-Gold – auch in der KI-Ära!
Schreiben & Wirkung – was wirklich zieht
- 8 von 10 Menschen lesen nur die Überschrift von Blogartikeln. Quelle: Copyblogger.
- Artikel mit Bildern bekommen rund 94 % mehr Aufrufe als Artikel ohne.
- Listen mit der „10“ in der Überschrift performen am besten – danach folgen 5, 3, 4 und 7. Quelle: BuzzSumo.
- Ungerade Zahlen in Überschriften wirken glaubwürdiger – außer bei der 10 in der Headline.
- Infografiken können die Zahl der Shares und Weiterleitungen um bis zu 300 % erhöhen.
- Laut Daten sind Dienstag und Mittwoch die besten Veröffentlichungstage für Blogartikel. Mir hingegen ist es egal: Ich habe keinen festen Veröffentlichungstag für meine Blogartikel.
- Aber: Die Uhrzeit beeinflusst dein Google-Ranking nicht – SEO schaut nicht auf die Uhr.
- Google belohnt keine Länge um der Länge willen, sondern Struktur und echte Antworten.
- Ein guter zeitloser Blogartikel kann jahrelang Traffic bringen (das sind sog. „Evergreen“-Inhalte) – ganz anders als ein Social-Media-Post.
- Überschriften mit Klammer-Zusatz (z. B. „(mit Beispielen)“) erhöhen die Klickrate.
- Der erste Satz entscheidet, ob weitergelesen wird – Copywriter nennen ihn den „Slippery Slide“.
- „Die Wortanzahl ist kein Ziel – sie ist ein Ergebnis.“ Ein guter Artikel ist so lang wie nötig, nicht so kurz wie möglich. Mehr dazu.
- KI-Suchsysteme belohnen nicht Kürze, sondern Klarheit, Struktur, Tiefe und Autorität (Stichwort EEAT). Quelle.
- Einer meiner wichtigsten Tipps beim Bloggen: „Vermeide den Textfladen!“ Lange, ungegliederte Textwüsten sind eine Zumutung für unsere Leser. Spätestens etwa alle 300 Wörter sollte eine Zwischenüberschrift kommen. Quelle.
- Wie oft sollten wir bloggen? Ich empfehle: Einmal pro Woche! Nach einem Jahr hast du dann 52 Blogartikel. Wenn du aber nur einmal pro Monat bloggst, hast du nach einem Jahr nur 12 Blogartikel. Je mehr Blogartikel du schreibst, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass da auch mal ein richtig guter darunter ist und du ein starkes Thema besetzt. Hier findest du die ganze Blog-Rechnung.
- Regelmäßiges Überarbeiten alter Artikel ist mein Erfolgsrezept in der KI-Ära. Dabei werden die Artikel eher länger – was von Suchmaschinen honoriert wird. Quelle.
- Unter Blogartikeln wird kaum kommentiert. Aus jahrelanger Blog-Erfahrung weiß ich: echtes Feedback kommt über mehrere Ecken durch Shares, Messages und Mails – oder du wirst beim Bäcker oder im Fitness-Studio auf deinen neuesten Blogartikel angesprochen. Je mehr „Konversationsanker“ du in deinen Blogartikel auswirfst, an denen Menschen “hängenbleiben” können, umso besser. Mehr dazu.
Kurioses & Überraschendes – Aha-Momente rund ums Bloggen
- Sehr viele behaupten, nie Blogs zu lesen – dabei tun sie es fast täglich. Wer eine Anleitung googelt und aufs Ergebnis klickt, landet fast immer auf einem Blog. Aber meistens steht da nicht “Blog” darüber, deshalb checken viele Menschen nicht, dass sie da gerade einen Blog vor sich haben. Hier gibts mehr Infos dazu.
- Halbwertszeit im Vergleich: Ein Tweet lebt ca. 15 Minuten, ein Instagram-Post ca. 48 Stunden, ein Blogartikel rund 2 Jahre. Quelle. Viele meiner Blogartikel wirken schon seit Jahren: Mein Claim-Artikel aus dem Jahr 2018 bringt mir immer noch hunderte Leser pro Jahr. Gute Anleitungen und zeitlose Texte bleiben immer relevant!
- Die „Blogparade“ ist eine typisch deutsche Blog-Tradition: Ein Blog ruft zu einem Thema auf, viele andere schreiben mit. Hier findest du zig Beispiele für Blogparaden aus dem Sommer 2026!
- In der KI-Ära wollen alle in ChatGPT & Co. zitiert werden. Am einfachsten und schnellsten gelingt das mit einem Blog!
- PostSecret, ein Blog mit anonymen Geheimnissen auf Postkarten, wurde einer der meistbesuchten Blogs der Welt.
- Anonyme Blogs (z. B. „Belle de Jour“) wurden zu Bestsellern und TV-Serien.
- Blogs, Wikis und Foren sind die „digitale Dreifaltigkeit des Internets“. Quelle: mein Blog. Während Wikis und Foren eher Gemeinschaftsprojekte sind, ist ein Blog das einfachste dieser 3 Medien, weil es auch von einer Einzelperson befüllt werden kann.
- Viele Leute drehen sich ewig im Kreis mit ihrem Blog, weil sie nicht wissen, welchen Namen ihr Blog haben soll. Ich empfehle dir: Nimm einfach deinen eigenen Namen, denn damit kannst du sofort loslegen! Meine Website heißt judithpeters.de – damit bin ich safe, falls ich später mal mein Thema ändern sollte.
- Social Media ist eine „Gated Community“ – du sollst die Plattform gar nicht erst verlassen, sondern am liebsten stundenlang durch den Feed scrollen. Dein Blog dagegen gehört dir. Quelle.
Blog-Wissen & Formate – der kleine Blog-Führerschein
- Gastbloggen heißt: einen Artikel für den Blog von jemand anderem schreiben. Das ist ein super Format, um neue Zielgruppen zu erschließen und wertvolle Backlinks zu bekommen!
- Evergreen-Content sind Artikel, die dauerhaft relevant bleiben. Das sind z. B. viele Anleitungen.
- Ein Pillar- bzw. Cornerstone-Artikel ist ein besonders umfassender Grundlagentext, auf den viele kleinere Blogartikel innerhalb deines Blogs verweisen. Cornerstones haben normalerweise über 2000 Wörter.
- „12 von 12“: Am 12. eines Monats zeigt man 12 Fotos von dem jeweiligen Tag und schreibt so viel oder wenig Text dazu, wie man mag. Das ist ein Urgestein der Blog-Formate. In Deutschland wird dieses Format von Caroline a.k.a. Draußen nur Kännchen am Leben erhalten.
- Der Monatsrückblick ist ein Format, das ich kreiert habe – es ist mittlerweile auch ein sehr beliebtes wiederkehrendes Blogformate im deutschsprachigen Raum.
- Blogs, die regelmäßig veröffentlichen, bekommen deutlich mehr Traffic als sporadische.
- Unternehmen mit Blog erzeugen im Schnitt mehr Leads als solche ohne.
- Die meisten Blogleser kommen über Suchmaschinen – nicht über Social Media.
- Longtail-Anfragen bei Suchmaschinen (lange, konkrete Fragen) machen einen Großteil des Blog-Traffics aus.
- Der Blogkommentar unter fremden Artikeln war früher eine der wichtigsten Vernetzungs-Strategien der Blogosphäre.
- „Aktiver Blogger“ ist, wer in den letzten 12 Monaten mindestens einen Artikel veröffentlicht hat. Meine Definition.
Blog-Erfolgsgeschichten
- Die Mütterblogger waren die ersten echten Content Creator – sie haben schon in den frühen 2000ern vorgemacht, wie man mit einem Blog Geld verdient. „Dooce“-Bloggerin Heather Armstrong verdiente auf ihrem Höhepunkt rund 40.000 $ im Monat. Mit den Mütterblogs zogen auch die „Mommy Wars“ ins Netz: erbitterte Grabenkämpfe über Erziehungsfragen, bei denen andersdenkende Bloggerinnen ordentlich gedisst wurden. (Der Begriff selbst ist übrigens älter – er stammt schon aus den 1990ern.)
- Gwyneth Paltrows Wellness-Imperium Goop (heute rund 250 Mio. $ wert) begann 2008 als schlichter Wochen-Newsletter, den sie selbst aus ihrer Küche verschickte. Schon nach einem Jahr hatte sie fast 150.000 Abonnenten. Kurz darauf kam der Blog. Der Shop kam erst vier Jahre später. Sie macht vor, wie es geht: Erst der Content, dann das Business.
- Fast alle bekannten Online-Unternehmer:innen haben mit einem Blog angefangen – ganz klein, oft aus einem Hobby oder einer Zwangspause heraus. International: Chiara Ferragni (vom 10-Dollar-Blog zur Harvard-Case-Study und zum Mode-Imperium), Tim Ferriss, Pat Flynn, Arianna Huffington. In Deutschland: Katrin Hill, Marike Frick, Katharina Lewald, Caroline Preuß – und, na klar, ich. 😃 Der Blog war bei fast allen der Startpunkt. Nicht Instagram. Nicht TikTok. Ein Blog.
- Einer der bekanntesten Blogs ist Seth’s Blog von Seth Godin. Er bloggt seit 2002, aber seit ca. 2005 bloggt er täglich. Das Besondere an seinem Blog: Er hat keine Kommentarfunktion! Warum nicht? Erklärt er in diesem Blogartikel aus dem Jahr 2006.
- Malala Yousafzai hat 2009, als sie 11 Jahre alt war, im Rahmen eines BBC-Projekts angefangen, über ihr Leben unter der Herrschaft der Taliban zu bloggen. Später hat sie den Friedens-Nobelpreis bekommen.
- Als zwei amerikanische Blogger im Jahr 2019 kritisch über eBay berichtet haben, hat eBay eine Stalking-Kampagne gestartet und den beiden Bloggern per Post lebende Spinnen, Kakerlaken, einen Schweinefötus, eine Saw-Maske, Grabkränze und andere Nettigkeiten geschickt. Klingt vielleicht auf den ersten Blick nicht wie eine Eroflgsgeschichte. Aber: das FBI hat aufgedeckt, wer hinter dem Stalking steckte und so haben diese zwei Blogger die Geschäftsführung von eBay zu Fall und ins Gefängnis gebracht. Quelle.
- Chiara Ferragni gründete 2009 für 10 Dollar den Fashion-Blog „The Blonde Salad“. Bis 2011 verdiente sie damit über 1 Mio. $ im Jahr – und wurde als erste Bloggerin überhaupt zur Harvard-Business-School-Case-Study. Heute hat sie ein globales Mode-Imperium.
- Tim Ferriss hat aus seinem Blog ein Buch gemacht: „The 4-Hour Workweek“ wurde ein Welt-Bestseller und ist heute einer der größten Podcasts der Welt.
- Pat Flynn wurde 2008 als Architekt gefeuert und startete aus der Not heraus den Blog „Smart Passive Income“ – heute eine der bekanntesten Adressen im Online-Business.
- Gary Vaynerchuk baute sein Imperium ab 2006 mit einem Video-Blog (Wine Library TV) über den Weinladen seines Vaters auf – vom Blog zum Marketing-Mogul.
- Arianna Huffington startete 2005 die Huffington Post als Blog. 6 Jahre später wurde Huffington Post für 315 Mio. $ an AOL verkauft – einer der teuersten Blog-Deals überhaupt.
- Deutschlands bekanntester Blog ist das BILDblog (seit 2004), ein Watchblog, der Fehler der Bild-Zeitung dokumentiert.
- 2007 lief der erste TV-Werbespot für einen deutschsprachigen Blog (das BILDblog).
- Aus einem Blog wurde ein Hollywood-Film: „Julie & Julia“ (2009) basiert auf einem Koch-Blog.
- Sogar Milliardäre bloggen – und zwar höchstpersönlich. Richard Branson, Gründer von Virgin, schreibt seit rund 2008 seinen Blog auf virgin.com selbst. Er hat immer ein Notizbuch dabei, um Ideen festzuhalten, und liest die Kommentare seiner Leser. Wenn ein Mann mit hunderten Firmen die Zeit findet, persönlich zu bloggen – welche Ausrede hast dann du? 😉
- Ella Mills war 2011 mit 20 Jahren schwer krank (POTS-Syndrom), teils bettlägerig. Die Britin stellte ihre neue pflanzliche Ernährung auf einem 20-Dollar-WordPress-Blog online – einfach als Tagebuch gegen die Krankheit. Heute: eine Snack-Marke mit rund 25 Mio. $ Jahresumsatz und ein Kochbuch, das sich über 1,5 Mio. Mal verkauft hat.
- 2012 schrieb Jack Monroe im Blog „A Girl Called Jack“ den Post „Hunger Hurts“ – übers Kochen für sich und ihr Kind mit 10 Pfund Wochenbudget. Der Post ging viral. Daraus wurden Bestseller-Kochbücher und eine landesweite Stimme gegen Armut in UK. Ein Blog, der Politik gemacht hat.
- Pete Adeney bloggt als Mr. Money Mustache seit 2011 über Frühverrentung und Anti-Konsum – und wurde zum Gesicht der weltweiten FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early). Rund 23 Millionen Menschen hat sein Blog erreicht. Ein (vermeintlich) trockenes Thema, das durch eine Stimme zur Bewegung wurde.
- Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus starteten 2010 “The Minimalists” – einen Blog über Minimalismus. Daraus wurden zwei Netflix-Dokus und ein New-York-Times-Bestseller. Vom Blog auf die Streaming-Startseite der Welt.
- 2003, während des Irakkriegs, bloggte ein anonymer Architekt aus Bagdad über seinen Alltag zwischen den Bomben. Salam Pax, der „Baghdad Blogger“, wurde zum „berühmtesten Blogger der Welt“, bekam eine Guardian-Kolumne, ein Buch und einen Fernsehpreis.
- Clotilde Dusoulier startete 2003 als erste Französin überhaupt einen Foodblog – einfach als kreatives Ventil neben ihrem IT-Job. 2005 unterschrieb sie einen Buchvertrag und kündigte den Job. Sie gehört zur allerersten Generation der Foodblogger weltweit.
- Markus Beckedahl gründete 2003/2004 netzpolitik.org als Blog – heute eine der einflussreichsten Stimmen für digitale Bürgerrechte in Deutschland. 2015 gab es sogar Landesverrats-Ermittlungen gegen die Redaktion (die krachend nach hinten losgingen und für eine Welle der Solidarität sorgten). Ein Blog, der die Mächtigen nervös macht. de.wikipedia.org)
Die deutschsprachige Blogosphäre
- Damit sind wir bei der deutschsprachigen Blogosphäre angelangt. Und da hat sich ein Name unsterblich gemacht: Spreeblick (von Johnny & Tanja Haeusler, 2002) war einer der einflussreichsten deutschen Blogs – quasi der ‚Überblog‘. (de.wikipedia.org)
- Im Dezember 2004 löst die Spreeblick-Satire ‚Jamba-Kurs‘ einen Proteststurm gegen die Klingelton-Abzocke aus und schaffte es in die überregionalen Medien. Da der „Jamba-Kurs“ eine enorme Welle von Verbraucher-Beschwerden auslöste, sah sich Jamba gezwungen, öffentlich einzulenken. Der „Jamba-Kurs“ entwickelte sich zu einem Meilenstein der deutschen Internetgeschichte und markierte den Moment, in dem Blogs erstmals als ernstzunehmende vierte Gewalt wahrgenommen wurden. Quelle.
- Stefan Niggemeier war Mitgründer des BILDblogs (2004) und wurde übers Bloggen zu einem der angesehensten Medienkritiker Deutschlands (heute Übermedien). (de.wikipedia.org)
- Nerdcore (René Walter, 2005) war DIE Kult-Linkschleuder – 2009 Platz 1 der deutschen Kultur-Blogs. 2020 geschlossen, heute bloggt er unter ‚GOOD INTERNET‘ auf Substack. (de.wikipedia.org)
- Fefes Blog (Felix von Leitner, seit 2005) ist radikal minimalistisch, dreht sich um IT und Überwachung – und ist einer der meistgelesenen deutschen Blogs. (de.wikipedia.org)
- Die ‚Riesenmaschine‘ (mit Kathrin Passig, Sascha Lobo, Holm Friebe) gewann 2006 als einer der ersten Blogs den Grimme Online Award. (Grimme Online Award)
- Don Alphonso (Rainer Meyer) war der streitbare Provokateur der Blog-Frühzeit – von ihm stammt der Spruch ‚Bloggen ist wie Sex‘. (stefan-niggemeier.de)
- Das Nuf (Patricia Cammarata): online als ‚dasnuf‘ seit 1997, Blog seit 2004: sie machte ‚Mental Load‘ im deutschsprachigen Raum bekannt. (de.wikipedia.org)
- Rivva (Frank Westphal, seit 2007) ist ein Ein-Mann-Aggregator, der automatisch sortiert, welche deutschen Blogartikel gerade am meisten verlinkt werden. Diese Seite wird per Spenden am Leben gehalten. (de.wikipedia.org)
- Mit dem Bloggen kann man auf unterschiedlichste Weise Geld verdienen. Ein sehr kreatives Beispiel: 2009 versteigerte Star-Blogger Robert Basic seinen Blog ‚Basic Thinking‘ bei eBay – für 46.902 Euro. Sein Abschiedspost hieß schlicht ‚dat wars‘. (Stuttgarter Nachrichten)
- 2007 gründete Sascha Lobo mit dem Spreeblick-Team den ersten deutschen Blog-Vermarkter (adical/adnation, 42 Blogs) – in zwei Monaten wurde keine einzige Anzeige verkauft. 2011 wurde das Werbenetzwerk an Mokono verkauft. (MEEDIA/Blogbar)
- Die re:publica war das größte Klassentreffen der deutschsprachigen Blogger. Sie entstand 2007 aus einer Bier-Idee: erwartet wurden 300 Gäste, es kamen 700 – die Kontodaten tippten die Gründer von Hand ein. Heute ist die re:publica eine der größten Digitalkonferenzen Europas. (re:publica)
- Wer es nicht zur re:publica nach Berlin schaffte, konnte an BarCamps teilnehmen: sog. ‚Unconferences‘, deren Programm die Teilnehmer selbst gestalten. BarCamps kamen 2006 nach Berlin, Wien und Zürich – das Original entstand 2005 in Palo Alto in nur 6 Tagen. (de.wikipedia.org) Ich war am 27./28. September 2008 auf meinem ersten BarCamp in Stuttgart, organisiert von Jan Theofel.
- In den Nullerjahren gab es sog. „Stöckchen“: Ein Blogger dachte sich ein Thema oder einen konkreten Fragenkatalog aus (z. B. „Die 5 besten Bücher meines Lebens“ oder „Wie sieht dein Schreibtisch aus?“ Dann nominierte er 1 bis 3 andere Blogger, die diese Frage beantworten sollten. Er „warf ihnen das Stöckchen zu“. Das waren digitale Kettenbriefe und die Vorläufer der heutigen Blogparaden. Ich habe früher an zig Stöckchen teilgenommen!
- Der Daimler-Blog ging am 16.10.2007 online – einer der ersten großen Corporate Blogs; zeitweise schrieben fast 990 Mitarbeitende mit. Nach 12 Jahren, im November 2019, wurde er eingestellt und zum Magazin. (Mercedes-Benz Group)
- Der FRoSTA-Blog (ab 30.6.2005) war der erste Blog eines deutschen Lebensmittelherstellers – der erste Beitrag kam vom Vorstand höchstpersönlich. (computerwoche)
- Es gab eine regelrechte Corporate-Blog-Welle (Frosta, Daimler, Tchibo, Ritter, SAP …): 2009 nutzten noch 79% der Unternehmen Blogs, 2013 nur noch 58%. Social Media ließ die Welle einschlafen. (computerwoche)
- Die goldene Ära der deutschsprachigen Blogosphäre war etwa 2002 bis 2008 – ihr Herz war die Medienkritik.
Haltung & Sympatexter – warum ich fürs Bloggen brenne
- „Blog like nobody’s reading!“ – der Mut, über das zu schreiben, was dich selbst interessiert, frei vom Keyword-Druck. Das ist mein Claim.
- Content-Ängst hält mehr Selbständige vom Bloggen ab als Technik oder fehlendes Können.
- Ich habe die Strategie des “dynamisches Bloggens” geprägt: veröffentliche deinen Blogartikel, statt ihn endlos zu perfektionieren und immer auf SEO zu schielen. Und: klicke regelmäßig auf den Veröffentlichen-Button.
- Eine meiner liebsten Blog-Methoden: Rapid Blogging. Hau in die Tasten, schreibe schnell alles runter, was dir zu einem Thema einfällt und veröffentliche deinen Blogartikel, wenn er zu etwa 80 % fertig ist. Den Rest kannst du später optimieren. Rapid Blogging zeigt: Ein Artikel muss nicht Tage dauern.
- Kreative Souveränität: In der KI-Ära werden wir alle zu Creativ-Direktoren unseres eigenen Lebens – wenn wir es denn wollen!
- „Ich hab keine Reichweite, das bringt doch nichts“ ist der häufigste Denkfehler – Bloggen wirkt langfristig, nicht über Nacht. Ja, es braucht eine gewisse Zeit, bis du mit deinem Blog sichtbar wirst. Aber wenn sich das Blog-Rad erst mal dreht, dann geht’s rund!
- SEO ist überbewertet: Der schönste Grund zu bloggen ist nicht Google, sondern von den richtigen Menschen gefunden zu werden. Dann kann daraus ALLES entstehen: Ein Business, ein Buch, die komplette Veränderung deines Lebens.
- Ein Blog gehört dir – anders als dein Social-Media-Account, den dir die Plattform jederzeit sperren kann. My Blog is my Castle!
- Der beste Zeitpunkt, mit dem Bloggen anzufangen, war vor zehn Jahren. Der zweitbeste ist heute.
- Persönlichkeit schlägt Perfektion: Menschen buchen Menschen, nicht makellose Texte.
- Bloggen ist Denken mit den Fingern – oft weißt du erst hinterher, was du eigentlich sagen wolltest. Deswegen bin ich auch kein Fan davon, jeden Blogartikel mit KI zu schreiben. Vor allem unsere persönlichen Blogartikel sollten wir UNBEDINGT selbst schreiben!
- Der häufigste Grund, warum Blogs sterben, ist nicht Zeitmangel, sondern Perfektionismus. Die meisten Blogs sterben, bevor sie 4 Blogartikel haben.
- Kommentare, Newsletter-Anmeldungen und Buchungen sind oft wertvoller als reine Klickzahlen.
- Aus Blogs wurden schon zig Bücher, Kurse und ganze Unternehmen – die Keimzelle vieler Selbständigkeiten. Ich selbst habe als Lifestyle- bzw. Spaßblogger angefangen. Heute habe ich etwas, das ich “Blog-Business” nenne: Mein Blog ist der Motor meines Business.
- Gegen den inneren Blog-Schweinehund hilft ein Redaktionsplan. Und: Deadlines! Ich sage ja immer: Schreibe einen Blogartikel pro Woche und veröffentliche ihn am besten spätestens am Sonntagabend!
- Ein „Jahresrückblog“ fasst dein Jahr zusammen – ein Wortspiel aus Rückblick und Blog. Es ist einer meiner liebsten Blogartikel des ganzen Jahres! Und auch ein Blogartikel mit der höchsten Klickrate!
- „Content-Ängst“ mit Ä ist mein eigener Begriff für die sehr reale Angst vor der Sichtbarkeit und der Veränderung, die wir mit unserem Content erreichen können.
- Das Ä ist mein Sprach-Markenzeichen: Fun Fäcts, Fäctästic, Händständ.
- Wer bloggt, sammelt nebenbei ein Archiv seines eigenen Denkens.
- Viele wissen gar nicht, wie viele Alltagsentscheidungen von Blogs beeinflusst sind – vom Rezept bis zur Kaufentscheidung.
Aus meinem Blog – Fun Fäcts aus über 20 Jahren Blog-Praxis
Diese Fakten stammen direkt aus meinen eigenen Blogartikeln. Diese sind also nur bei mir zu finden.
- Meiner Erfahrung nach besteht eine durchschnittliche Website aus ca. 10 Webseiten (Unterseiten wie Über-mich, Kontakt, Impressum, Angebote). Der Hauptteil einer „gesunden“ Website sind Blogartikel. Quelle.
- Bei mir macht der Blog inzwischen ca. 99 % meiner gesamten Website aus. Quelle.
- Website = deine gesamte Webpräsenz, Webseite = eine einzelne Unterseite, Blogartikel = ein einzelnes Content-Piece, Blog = alle Blogartikel zusammen. Der ganze Unterschied.
- Der wichtigste Unterschied zwischen Blogartikeln und Webseiten: Blogartikel sind dynamisch (chronologisch und nach Kategorien sortierbar), Webseiten sind statisch. Quelle.
- Eine Website, die nur aus einer Startseite besteht, heißt „Onepager“ – und rankt schlecht, weil der Content fehlt. Quelle.
- Instagram ist technisch kein Blog: Es fehlen freie Textlänge, Kategorien und interne Verlinkung. Warum das so ist.
- Meine Theorie: Das Wort „Blog“ wird sich künftig auch für den einzelnen Artikel durchsetzen und „Blogartikel“ verdrängen. Quelle.
- Mein Autokennzeichen lautet BL-OG (BL steht für Balingen). Ja, so sehr liebe ich das Bloggen! 😄
- Über 90 % aller Blogs sterben, bevor sie überhaupt 5 Blogartikel haben. Deshalb ist es so wichtig, dass du gerade am Anfang schnell viele Blogartikel schreibst. Quelle.
- Nimmt ein Blog die 5-Artikel-Hürde im ersten Monat, liegt die Wahrscheinlichkeit bei fast 100 %, dass weitergebloggt wird. Quelle.
- Faustregel: Etwa 1 von 10 Blogartikeln wird ein richtig starker – vielfach gelesen, zitiert und verlinkt. Quelle.
- Deshalb die Mathematik: 1x pro Woche = ca. 52 Artikel im Jahr = ca. 5 starke. Wenn du aber nur 1x pro Monat bloggst, hast du nach einem Jahr nur 12 Blogartikel. Das heißt, dann hast du nur einen starken Blogartikel! Quelle.
- Meine Empfehlung: mindestens 20 substanziell wertvolle Blogartikel pro Jahr (über Monatsrückblicke und „12 von 12“ hinaus). Quelle.
- Wer googelt, landet fast immer bei einem von 4 Formaten: Forum, Wiki, langem Video oder Blogartikel – nie bei Instagram oder TikTok. Quelle.
- Blogs zählen zu den „Slow Media“: ein langsames Medium, das sich den Hype-Zyklen von Social Media konsequent verweigert. Quelle.
- Ein Blog hat keine Zeichenbegrenzung – ideal für Menschen mit viel Lebenserfahrung, die richtig viel zu sagen haben. Quelle.
- „Bloggen ist kein Literaturwettbewerb“ – es geht darum, gelesen und wirksam zu werden, nicht um den nächsten Bestseller. Quelle.
- Ich habe 2018 den Begriff „Content-Ängst“ geprägt, als ich – als Texterin – meine eigene Content-Ängst erkannt habe. Im selben Jahr wurde ich Blog-Coach. Quelle.
- Ich blogge seit dem 1. August 2005, damals war ich noch Studentin 😮
- 4 Jahre nach meinem Blogstart, am 1. Juni 2009, habe ich mich selbständig gemacht. Mein Blog wurde mein unermüdlicher Akquisemotor. Meine Geschichte.
- Am Anfang meiner Bloglaufbahn hatte ich einen klassischen Lifestyle-Blog: Ich hatte kein richtiges Thema, keine Nische und auch kein Ziel, das ich mit dem Bloggen erreichen wollte. Ich wollte einfach nur Spaß haben.
- Später, als selbständige Texterin und Alleinverdienerin, habe ich 3.000 bis 8.000 Euro pro Monat verdient – fast alle Projekte kamen über den Blog zustande. Quelle.
- Neben meinem Claim (“Blog like nobody’s reading!”) habe ich noch ein paar Mottos, die ich regelmäßig verwende: „My Blog is my Castle!“ und „Start your blog before you’re ready.“
- Ich definiere einen Blog über 12 feste Kennzeichen (u. a. CMS, Kategorien, offene Links, Longform, Kommentare, Slow Media, kein Feed). Alle 12 Kennzeichen.
- Wenn wir auf einer Website Content erstellen, “bloggen” wir. Wenn wir auf Social Media Content erstellen, “posten” wir. Quelle.
- Ich führe einen dynamischen Expertenblog – eine Mischung aus Nischenblog (mein Thema: das Bloggen) und persönlichem Blog. Damit unterscheide ich mich von den technischen und strategischen Bloggern. Quelle.
- Ich habe am 1.8.2005 zuerst auf der Plattform „Blogger“ gestartet und bin etwa ein Jahr später zu WordPress gewechselt. Quelle.
- Eine meiner ersten Blog-Kategorien waren meine “Wörter des Tages”: Lustige Worterfindungen, Vertipper und Versprecher. Einer meiner ersten aus dem Jahr 2006: Screenshit (statt “Screenshot”).
- Meine zwei neuesten Blog-Kategorien sind beides Abkürzungen bzw. Initialwörter (aber keine klassischen Akronyme): ADHS und KI. Als ich 2005 mit dem Bloggen angefangen habe, waren diese Themen nicht absehbar. Du siehst: Ein Blog wächst mit dir mit und begleitet dich durch alle Lebenslagen und Entwicklungen!
Welchen Fun Fäct rund ums Bloggen habe ich vergessen? Kommentiere gerne!
Und jetzt: BLOG LIKE NOBODY’S READING!

ÜBER MICH: Blog like nobody’s reading! Das ist meine Philosophie, mit der ich mein Content-Imperium aufbaue. Seit meinem ersten Blogartikel am 1. August 2005 sind über 1.200 Blogartikel dazugekommen – und eine glasklare Positionierung, eine starke Reputation und ein erfolgreiches Familien-Online-Business. Bloggen ist für mich Hobby, Leidenschaft und persönliche Weiterentwicklung. Und erst danach mein Akquisemotor und Umsatzbringer. Im Laufe meines 20-jährigen Blog-Abenteuers habe ich Begriffe geprägt, wie Content-Ängst und dynamisches Bloggen. Heute bin ich das beste Beispiel dafür, dass wir mit Persönlichkeit, Mut und Verletzlichkeit einen profitablen Blog aufbauen können, auch ohne den schwarzen Gürtel im Technik-Kungfu zu haben. Von der Festan(gst)stellung zum Leben in kreativer Freiheit: Dein Blog machts’s möglich!
Mehr über mich erfährst du hier!
